FRIESENLAND


Schiffsdaten
Schiffstyp:Motorschiff, 2 Decks (VII)
Bauwerft:Howaldtwerke AG, Kiel
Baujahr:1937
Baunummer:755
Stapellauf:16.03.1937
Indienststellung:13.05.1937
Umbau:1949 zum Kühlfruchtschiff
Schiffsmaße
Länge u.a.:140,50 m
Breite:16,56 m
Tiefgang:8,24 m
Seitenhöhe:9,00 m
Verdrängung:5434 BRT
Antrieb
Maschine:2x MAN 9 zyl. 2 takt DM
Propeller:2
Leistung:5800 PSe
Vmax:16 kn (~ 30 km/h)
Seeausdauer: sm / 16 kn bei 1620 t Öl
Sonstiges:
Besatzung:15 Offz. / 34 Mann.
plus 34 Mann fliegendes Personal
Verwendung:Katapultschiff / Kühlfruchtschiff
Ladefähigkeit:10 Behälter mit je 25.000 l Flugbenzin
Ausrüstung:1 feststehender Kampnageldrehkran, 20 t
1 K 10 Heinkelkatatpult 18 t, 41,50 m lg.
3 Drehscheiben, Funk- und Peilanlagen
Bewaffnung:4x 2 cm Flak / C30, MES
intern. Rufzeichen:DOSH
Verbleib:17. Juni 1969 abgewrackt.
Schiffsnamen:Flagge:Eigner:
FRIESENLANDDR

GBR
Deutsche Lufthansa AG, Berlin
Reichsluftfahrtministerium (1939)
Royal Navy (1945)
Royal Air Force (1947)
FAIRSKY (1950)PANReederei ALVA S.S. Corp.
CASTEL NEVOSO (1952)ITAReederei SITMAR (Societa Trasporti Marittimi SpA)
ARGENTINA REEFER (1968)PANReederei Argentina Reefer S.S. Corp.

 

Lebenslauf:
Datum:Ereignis:
1936Baubeginn bei der Bauwerft: Howaldtwerke AG Kiel. Baunummer: 755
1937
16.03.Stapellauf unter den Namen: FRIESENLAND der Deutschen Lufthansa AG
13.05.Abgeliefert an die Reederei Deutsche Lufthansa AG, Berlin, Kommandant Kapitän z.S. Dettmering, Schiff war eigens für den Nordatlantikdienst konstruiert worden.
16.06.In Swinemünde erste Erprobungen
19.08.Nach eingehneder Erprobung in der Nordsee, ausgelaufen zur ihrer ersten Position im Long-Island-Sund vor New York.
30.08. - 18.11.New York – 7 Katapultstarts durchgeführt u.a. mit: Ha 139 A, D-AJEY „Nordwind“ und D-AMIE „Nordmeer“.
00.12.1Rückkehr nach Deutschland um bei den Humboldt-Werken in Hamburg umgebaut zu werden.
00.12. – 00.02.1938Umbauphase
1938
00.02.FRIESENLAND verlegt nach Fernando de Noronha (Insel ca. 350 km östlich des brasilianischen Festlandes ) für den Südatlantikdienst, löst damit die SCHWABENLAND ab.
25.02. - 06.05.Fernado de Noranha – 11 Katapultstarts durchgeführt u.a. mit den 10 to Wale: D-ALOX „Passat“ / D-AGAT „Boreas“ / D-AKYM „Mistral“ / D-AFAR „Samum“ . FRIESENLAND verlegt nach Recife (Brasilien).
13. - 30.05.Recife – 4 Katapultstarts durchgeführt u.a. mit: Do 18 F, D-AANE „Zyklon“ / Ha 139 A, D-AJEY „Nordwind“. FRIESENLAND verlegt nach Fernando de Noronha.
03.06.00:30 h – Fernado de Noranha, Katapultstart: 10 to Wal, D-ALOX „Passat“, zum Überflug Süd nach Bathurst. FRIESENLAND verlegt nach Recife (Brasilien).
10.06.10:19 h – Recife, Katapultstart der Ha 139, D-AJEY „ Nordwind“ zum Überflug Süd nach Bathurst.
17.06.14:06 h – Recife, Katapultstart Do 18, D-AANE „Zyklon“ zum Überflug Süd nach Bathurst. FRIESENLAND verlegt nach Fernando de Noronha.
24.06.15:02 h – Fernado de Noranha, Katapultstart: Do 18, D-AROZ „Pampero“ zum Überflug Süd nach Bathurst, anschließend verlegt FRIESENLAND nach Bremerhaven.
07.08.Nach einigen konstruktiven Veränderungen an den Aufbauten sowie an der Drehbühne um die Do 26 starten zu können, erfolgt der erste Probeschuss mit der Do 26 V1, D-AGNT „Seeadler“.
HerbstTravemünde, mit der Do 26 A (V1), D-AGNT und Do 26 A (V2), D-AWDS wurde der Katapultbetrieb von der FRIESENLAND aus getestet.
18.11.FRIESENLAND verlegt nach Recife (Brasilien).
23.12. – 17.02.1939Recife – 9 Katapultstarts durchgeführt u.a. mit: Do 18 F, D-AANE „Zyklon“ / Ha 139 A, D-AJEY „Nordwind“ und D-AMIE „Nordmeer“ sowie Ha 139 B, D-ASTA „Nordstern“.
1939
22.02.13:00 h – Recife, Katapultstart Do 26, D-AWDS „Seefalke“, Recife – Las Palmas, Rückflug der D-AWDS nach dem Hilfeinsatz für chilenische Erdbebenopfer über Las Palmas – Lissabon – Travemünde. Ankunft am 28.02.
24.02. - 23.06.Recife – 19 Katapultstarts durchgeführt u.a. mit Do 18 F, D-AANE „Zyklon“ / Ha 139 A, D-AJEY „Nordwind“ und D-AMIE „Nordmeer“ sowie Ha 139 B, D-ASTA „Nordstern“ und Do 26, D-AGNT „Seeadler“. Anschließend verlegt FRIESENLAND nach Natal (Brasilien).
30.06.06:39 h – Natal, Katapultstart der Ha 139, D-AJEY „ Nordwind“ zum Überflug Süd nach Bathurst. FRIESENLAND verlegt nach Bathurst (Brit. Gambia).
28.07.04:10 h – Bathurst, Katapultstart Do 26, D-WDS „Seefalke“ zum Überflug Süd nach Natal, anschließend Rückkehr der FRIESENLAND nach Bremen zwecks Überholung.
30.08.Lw.-Kdo. Berlin, Übergabeverhandlung der Luftwaffe mit der DHL zweck übernahme der Flugstützpunktschiffe, gemäß Mob-Plan, Anl. 11 Ziffer VII.
02.09.Bremen, Bewaffnung der Flugstützpunktschiff durch Lzgr. Schiffe und Boote der Lw. mit Flak-Geschützen abgeschlossen. Flugstützpunktschiff wird übernommen und nach Hörnum verlegt.
03.09.Verhandlung mit Flugkommando Berlin wurde folgendes festgestellt:
FRIESENLAND liegt fahrklar in Bremen, hat seemännisches Personal zur Verfügung. Schiffsführer Kpt. Demering (Res.Offz.), Flugbetriebspersonal an Bord nach Auskunft Flugkapitän Henke am 31.08.39: Hilswerkmeister Callies, Katapultführer Selchow , Katapulthelfer Hengefeld , Monteur Menz und Mayer. Die DLH hatte für FRIESENLAND in ihren wöchtlichen Transozeandienst 8 Mann Katapult- und Flugbetriebspersonal friedensmäßig vorgesehen. Am 01.09.39 wird als 2. Katapultführer Wanke von der SCHWABENLAND vorgeschlagen plus 6 weitere Monteure.
05.09.Wird zur Zeit durch KMD Bremen an Gen.d.Lw.b.Ob.d.M. Übergeben. Ausrüstung mit Katapultbesatzung und Flugbetriebstoffe ist veranlasst. Soll verlegt werden nach Hörnum als Katapultschiff für Fernaufklärungsstaffel. Eintreffen in Hörnum wird gemeldet.
08.09.Katapultschiff der D.L.H. FRIESENLAND ist vom KMD Bremen übernommen. Mit Flugbetriebsstoff (18 to Dieselöl) versorgt. Standort List. Zur Verfügung F.d.L. West. 06:50 h – in List / Sylt eingelaufen.
10.09.List / Sylt - 182 cbm Dieselöl vom Tanker OSTSEE übernommen.
13.09.14:30 – 16:05 h , List /Sylt, 3 Katapultabschüsse für 2./ Kü.Fl.Gr. 406.
15.09.20:52 – 22:59 h , List /Sylt, 3 Katapultabschüsse für 2./ Kü.Fl.Gr. 406.
18.09.21:02 – 23:18 h , List /Sylt, 3 Katapultabschüsse für 2./ Kü.Fl.Gr. 406.
19.09.20:52 – 21:56 h , List /Sylt, 2 Katapultabschüsse für 2./ Kü.Fl.Gr. 406.
22.09.15:20 h – List, Katapultabschuss einer Do 26 mit 20 to Fluggewicht.
28.09.09:30 h – List, FRIESENLAND läuft aus, neuer Liegeplatz Hörnum / Sylt.
29.09.Katapultschiff FRIESENLAND ab 29.09. Liegeplatz Hörnum.
02.10.07:30 h – Hörnum, mit SPERBER zusammen 5 Do 18 der 2./ 406 Katapultiert.
07.10.07:30 h – Hörnum, mit SPERBER zusammen 3 Do 18 der 2./ 606 Katapultiert.
08.10.05:10 h – Hörnum, mit SPERBER zusammen 3 Do 18 der 2./ 406 Katapultiert.
22.10.03:45 h – Hörnum, mit SPERBER und SCHWABENLAND zusammen 7 Do 18 der 406 Katapultiert.
10.11.10:30 h – FRIESENLAND nach Erprobung SCHWABENLAND nach Travemünde für Sonderstaffel.
25.11.06:30 h – Hörnum, Katapultabschuss der Do 18, K6+ GL (3./ 406 ),
07:00 h – Hornum, Katapultabschuss der Do 18, K6+ ML (3./ 406 ).
29.11.03:44 h – Hörnum, Katapultabschuss der Do 18, K6+ EL (3./ 406 )
05:06 h – Hörnum, Katapultabschuss der Do 18 D3, K6+ FK (2./ 406 ).
18.12.15:50 h – Flugstützpunktschiff FRIESENLAND hat Spillschaden. Reparatur bei Werft in Lübeck notwendigt. Erlaubnis erbeten. F.d. L. West einverstanden.
22.12.16:00 h – Flugstützpunktschiff FRIESENLAND läuft in Lübeck ein und macht am Schuppen 17 fest.
1940
03.01.12:00 h - Flugstützpunktschiff FRIESENLAND hat Reparatur in Flenderwerft Lübeck am 02.01. beendet. Steht ab 3.1. Zur Verfügung Tr.O.Staffel. Diese hat bei der FDL / West beantragt, FRIESENLAND endgültig der Tr.O.Staffel zuzuweisen, da Flugbetrieb am 08.01.40 beginnt. Eislage hindert Ein und Auslaufen FRIESENLAND nicht. FRIESENLAND macht von Lübeck kommend in Travemünde fest, aufnehmen einer Ha 139 um Besatzung mit dem Katapultstart vertraut zu machen.
18.01.Travemünde, Übernahme der Ha 139 b (V3), P5+GH ex. D-ASTA, von Flusi GREIF an Bord. Anschließend auslaufend der FRIESENLAND, um den Flugzeug im freien Wasser die möglichkeit zu geben für die ersten Probeflüge zu schaffen.
19.01.FRIESENLAND geht Anker auf , dampf durch das Eis nach der mittleren Ostsee, um nach Möglichkeit noch offenes Wasser zu suchen. Gegen Mittag wird eine kleine Wake von ca. 800 x 600 m gefunden und das Schiff an den Eisrand gelegt. Das Flugzeug wird ausgesetzt zum 1 stündigen Probeflug.
06.03.Travemünde, Katapultstart der Ha 139b, P5+GH ex. D-ASTA ( Tr.O.) zum Probeflug nach der Umrüstung.
07.03.Übernahme der Do 26 A, P5+BH ex.D-WDS (Tr.O.) vom Flusi GREIF, anschließend Katapultstart und Abnahmeflug von FRIESENLAND.
18.03.11:00 h - Eisverhältnisse Ostsee ungünstig. FRIESENLAND versucht Rinne in Ausfahrt Travemünde zu brechen.
22.03.Landung der Do 26 A, P5+BH (Tr.O.) von Friedrichshafen kommend, bei FRIESENLAND in der Lübecker Bucht.
27.03.Katapultabschuss der Do 26 C (Wnr. 794), P5+DH (Tr.O.) mit 20 to Fluggewicht.
31.07.12:30 h – Travemünde, FRIESENLAND läuft aus zwecks Katapultstart der Do 26 C (Wnr. 795), P5+EH (Tr.O.) zur überführung nach Brest, Rückruf per F.T. Aufgrund der Wetterlage kurz vor der holl. Grenze.
15:57 h – Travemünde, Landung der Do 26 C, P5+EH.
21.08.Die Bewaffnung des Schleuderschiffes FRIESENLAND mit 4x 2 cm Flak C/30 in Sockellafetten ist durchgeführt. Geschützaufstellung je eins Vorschiff und Achterschiff. je eins Steurbord und Backbord, Bootsdeck. Geräte eingebaut, Munition an Bord.
22.08.Wird noch mit MES ausgerüstet.
23.08.Anweisung: Möglichst bald von Travemünde nach Drontheim verlegen für Einsatz Do 26.
25.08.Befehl: Einbau MES ist zu beschleunigen. Mit Entsendung nach Drontheim ist zu rechnen.
28.08.FRIESENLAND zum Einbau MES am 04.09. nach Kiel Deutsche Werke beordert. Dauer 5 Tage.
30.08.Fernschreiben von Gr. Nord: Das Flugsicherungsschiff FRIESENLAND ist baldmöglichst nach Drontheim in Marsch zu setzen. Von einen vorherigen Einbau MES ist abzusehen. MES Material mitnehmen. Es wird angestrebt, Einbau in Drontheim durchzuführen.
02.09.Gruppe Schiffe und Boote meldet, daß FRIESENLAND am 02.09. in Kiel eintrifft. Auslaufen nach Drontheim für 03.09. vorgesehen, mit Katapultschlitten für Do 18 an Bord.
03.09.FRIESENLAND ausläuft 04.09. gegen 10:00 h nach Norden. Material für MES-Einbau an Bord.
08.09.17:30 h – FRIESENLAND eingelaufen und in Drontheim-Bucht vor Anker gegangen.
09.09.09:30 h – Drontheim, Do 26 C, P5+EH (Tr.O.) an Bord eingesetzt. Flugzeug wird betankt und klar gemacht für Katapultstart. 16:00 h – Drontheim, klar zum Katapultabschuss.
10.09.01:10 h – Drontheim, Katapultstart der Do 26 C, P5+EH (Tr.O.) mit 19,5 to Fluggewicht zur Aufklärung über der Dänemarkstraße. 17:02 h - Landung der P5+EH in Drontheim, anschließend einsetzten an Bord.
18.09.01:06 h – Drontheim, Katapultstart der Do 26 C, P5+EH (Tr.O.) mit 19,5 to Fluggewicht zur Aufklärung über der Dänemarkstraße. 19:17 h - Landung der P5+EH in Drontheim, anschließend einsetzten an Bord.
19.09.11:37 h – Drontheim, Katapultstart der Do 26 C, P5+EH (Tr.O.) zur Überführung nach Travemünde zwecks 50 Std. Kontrolle. 15:00 h - Landung der P5+DH in Drontheim, anschließend einsetzten an Bord.
23.09.01:00 h – Drontheim, Katapultstart der Do 26 C, P5+DH (Tr.O.) mit 19,5 to Fluggewicht zur Aufklärung südwestlich Island. 18:30 h - Landung der P5+DH in Drontheim, anschließend einsetzten an Bord.
08.10.MES-Einbau auf FRIESENLAND am 05.10. begonnen. Dauer 10 Tage, Schiff bleibt Fahrbereit.
11.10.SKL plant Verlegung FRIESENLAND von Drontheim nach Brest.
12.10.FRIESENLAND ist von Drontheim nach Brest zu verlegen. Bei Verlegung ist in deutschen Hafen zweiter Katapultschlitten Do 26 abzugeben für SCHWABENLAND. Vor Auslaufen nach Westen ist Funktion MES zu prüfen. Kdo.S.+B. gibt Auslaufanweisung.
17.10.01:30 h - aus Drontheim ausgelaufen.
26.10.Bremerhaven - FRIESENLAND klar zum Auslaufen nach Brest. Geleit durch Kdo. S.+B. bei MGKdo. Nord angefordet.
27.10.Flugsicherungsschiff FRIESENLAND in Wesermünde.
10.11.08:30 h - von Boulogne nach Cherbourg ausgelaufen.
13.11.22:30 h - in Brest eingelaufen.
16.11.Katapultstart der Do 26 C (Wnr.795),P5+EH (Tr.O.). Nach Start,Absturz infolge Motorenausetzer, Maschine steuerlos, Besatzung beim Aufschlag auf Wasser getötet. ( † 6 Mann) , (Pilot) Ltn.d.R. Otto Emmerich, (Bebachter,Kdt.) Oblt.z.S. Helmuth Groos, (Bordfunker) Stfw. Christian Graf, Fw.d.R. Erich Gruber (Bordmechaniker) Fw.d.R. Heinz Hingst, Fw.d.R. Heinz Rautenberg.
03.12.Verlust Do 26 nach Katapultstart von FRIESENLAND im Hafen von Brest am 16.11. wird darauf zurückgeführt, daß umliegende Höhen das Flugzeug zwangen, schon kurz nach dem Start trotz eingestellter Klappen in die Kruve zu gehen. Gr. 406 lehnt daher weitere Katapultfteinsätze von FRIESENLAND im Hafen von Brest ab und schlägt vor, nach Hourtin zu verlegen.
06.12.Da ein Katapultstart auf Brest-Reede nicht druchführbar ist, wird entschieden, das Schleuderschiff FRIESENLAND sofort in die Girondemündung zu verlegen.
28.12.Katapultschiff FRIESENLAND in Girondemündung eingelaufen.
1941
21.01.18:00 h - Do 24 N1, Werknr. 0008, KD+BH, der 1. Seenotstaffel bei FRIESENLAND gelandet. Wird dort Versorgt und aufgetankt zwecks Überführung zum Seenotdienst in Italien (6. Seenotstaffel).
04.02.Standort Girondemündung.
15.04.SKL ordnet an: Mit Zurückziehung FRIESENLAND für Sonderverwendung ist zu rechnen.
24.04.Einsatz FRIESENLAND für Sonderzwecke ( Unterstützung der Flotte im Atlantik) unterbleibt auf Anordnung SKL.
17.05.Schreiben vom OKM 1/ SKL, Betrifft Schleuderschiff FRIESENLAND zur Aufklärungsunterstützung im Atlantik.
Es ist anzunehmen, daß die Bemühungen des technischen Amtes auf Herstellung des Einsatzbereitschaft des Flugzeugmusters BV 138 über kurz oder lang zum Erfolg führen werden. Da der Wunsch, die Tätigkeit der Überwasserstreitkräfte im Atlantik durch Aufklärungsmittel zu unterstützen, nach wie vor besteht, wird Gruppe West gebeten, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen der Luftwaffe (Gen.d.Lw.b.Ob.d.M.) und Fl.Fü. Atlantik das Schleuderschiff FRIESENLAND so auszustatten und mit Personal und Material zu versehen, daß es für die Dauer einer Flottenunternehmung im Operationsgebiet stationiert werden kann. Es muß hierbei vermieden werden, das Schiff nach der Heimat zu holen.
Die Seekriegsleitung denkt sich den Einsatz etwa folgendermaßen:
Nach hergestellter Einsatzbereitschaft wird das Schiff, ausgerüstet mit zwei Flugzeugen BV 138, durch Gruppe West in die Nähe eines von den Seestreitkräften auszulaufenden Versorgungsstützpunktes entsandt mit dem Auftrag, den Absichten der Flotte entsprechend in gewissen Sektoren Aufklärung zu fliegen. Bei der nächsten Ölung oder Versorgung nimmt Schleuderschiff direkt Verbindung mit der Flotte auf zur Entgegennahme weitere Einsatzaufträge. Es wird notwendigt sein, beim Fl.Fü. Atlantik für diese Aufgabe besonders gute Besatzungen und einen verantwortungsbewußten Einsatzleiter zu erbitten. Es erscheint ferner erforderlich, dem Schleuderschiff durch das Gruppenkommando laufend Flugwetterberatung zu übermitteln, die zweckmäßiger weise durch Lufflotte 3 zusammengestellt werden.
Fernschreiben an Gen.Qu.Genst.6.Abt.:
Genehmigung Verwendung FRIESENLAND gem. Absicht SKL erbeten. Verfügung Verlegung SCHWABENLAND nach Brest, falls Antrag genehmigt wird.
21.05.Vermerk O.Qu.: BV 138 für FRIESENLAND nicht frontreif, deshalb wird Ersatz Do 18 G befohlen.
29.05.Fernschreiben von OKM 1/ SKL:
Auf Grund veränderte Lage im Atlantik ist Einsatz FRIESENLAND nicht mehr dringlich. Die Vorbereitungen wären so abzuschließen, daß bei erforderlicher werdenen Einsatz des Schiffes nur noch die Kommandierung und Inmarschsetzung der Flugzeuge mit Besatzungen durchzuführen sind. In dieser Hinsicht bereits angelaufenden Maßnahmen können daher bis auf weiteres zurückgestellt werden.
25.06.Auf Grund gegebener Lage ist mit Einsatz Schleuderschiff FRIESENLAND für Zwecke der Flotte im Atlantik nicht vor September 1941 zu rechnen.
08.07.FRIESENLAND liegt seit langen unbenutzt Girondemündung, Mit Rücksicht auf geplanten Einsatz durch SKL im September wird Zurückziehunh und Bodenreinigung vorgeschlagen. Anschließend Ausrüstung für Unternehmen.
10.07.Kdoschub veranlaßt Bereitstellung Dock im Westraum und Durchführung noch notwendiger Reparaturen, so daß Ende August bereit für Sonderausrüstung Brest.
20.08.Das für Atlantikunternehmungen der Flotte bereitgestellte Schleuderschiff FRIESENLAND wird für diesen Zweck bis auf weiteres von SKL nicht mehr benötigt. Die Seekriegsleitung stellt daher das Schleuderschiff Ob.d.L. wieder zur Verfügung.
03.09.Durch SKL wurde mitgeteilt das seitens Füstab Ia die Verlegung FRIESENLAND nach Nordnorwegen befohlen und mit Durchführung Luftflotten 3, 5 und Lw-Befehlshaber Mitte beauftrag sind.
17.09.20:00 h - FRIESENLAND von Le Havre nach Osten ausgelaufen.
18.09.12:00 h - FRIESENLAND wurde von engl. Bombenflugzeug ca. 6 sm nordwestlich Vlissingen angeriffen. Bombentreffer auf Achterschiff, Schiff nur leicht beschädigt. Abstellbahn neben Katapult und drei Flugbetriebsstofftanks beschädigt. Ein Toter, 3 Schwerverletzte, 1 Leichtverletzter. Schiff hat Fahrt forgesetzt. Kdo.d. Schiffe und Boote war von Verlegungsbefehl und Auslaufen der FRIESENLAND nicht in Kenntnis gesetzt worden.
22.09.12:40 h - FRIESENLAND in Bremerhaven eingelaufen, Reparatur wird von der Norddeutschen Lloyd übernommen. Dauer etwa 8 Tage.
24.09.Instandssetzung FRIESENLAND in Bremerhaven vorraussichtlich 27.09.41 beendigt. Abmarsch nach Norden wird gemeldet.
29.09.08:00 h - FRIESENLAND von Bremerhaven nach Kiel ausgelaufen.
02.10.Gr. Nord teilt mit: FRIESENLAND tritt 03.10. früh Marsch nach Travemünde an, 05.10. Marsch durch Gr. Belt nach Norden. FRIESENLAND hat Anweisungen, sich mit Ost und BSO zwecks Überführung Kristiansand Süd in Verbindung zu Setzen. Weiterleitung von dort nach Tromsö in Norwegengeleit. Marschfahrt FRIESENLAND 15 sm zur Unterrichtung.
10.10.Ob.d.L. ist damit einverstanden, das FRIESENLAND bis zum Einsatz in Tromsö als schwimmende Werft in Drontheim verbleibt und entsprechend verwendet wird.
11.10.FRIESENLAND in Drontheim eingelaufen.
24.10.Durch Bombenangriff auf FRIESENLAND wurden Flugbetriebsstoffbehälter beschädigt. 36599 l sind ausgelaufen, davon wurden 15000 l zur Wiederverwertung aufgefangen. 21599 l gingen verloren..
03.11.FRIESENLAND verbleibt in Drontheim und steht dort als Schleuderschiff und als schwimmende Werft der Kü.Fl.Gr. 706 und gegebenfalls der Seenotdienstführer zur Verfügung.
25.11.Schleuderschiff FRIESENLAND mit Gruppemkommandeur und Gruppenstab 706 auf dem Marsch von Drontheim nach Tromsö.
1942
11.06.18:02 h – Tromsö, Katapultstart, BV 138 C1, 7R+ GH (1./ 125), Wnr. 310034
17.06.12:43 h – Tromsö, Katapultstart, BV 138 C1, 7R+ KH (1./ 125).
03.07.18:40 h – Tromsö, Katapultstart, BV 138 C1, 7R+ KH (1./ 125).
1943
16.01.Tromsö-Sund - Bei Katapultstart der BV 138 C1 von der 3./ 406, Wnr. 0310100, von Schleuderschiff FRIESENLAND glitt Führersitz nach achtern. Dabei wurde das Flugzeug durch Flugzeugführer überzogen und stürzte über BB-Tragfläche ab. Bruch 100%, keine Personalverluste.
00.02.FRIESENLAND verlegt nach Drontheim.
00.07.FRIESENLAND verlegt zum Billefjord.
1944
19.09.Fliegerangriff des sowjetischen 36. MTAP VVS SF mit Douglas Buston A 20 auf das Schiff. Schwer beschädigt durch Treffer eines Lufttorpedos am Bug. Das Vorschiff wurde dabei vollkommend zerstört. Der Kiel wurd durchschlagen und die Bordwand an beiden Seiten von unten nach oben aufgerissen, so daß der Bug nur durch die Platten des Oberdecks mit dem übrigen Schiff verbunden war. Das Schiff wurd durch den Kapitän auf Strand gesetzt. 2 Mann der Besatzung wurden getötet.
00.10.FRIESENLAND fuhr mit Schlepperhilfe und Geleit zur Bogenbucht ca. 15 sm vor Narvik.
00.11.Als Werkstattschiff der MAUREB ( Marine-Reperatur- und Ausrüstungsbetrieb ) zugeteilt. Trotz seiner Beschädigungen unternahm das Schiff zahlreiche Fahrten zwischen Narvik und Skjomen (U-Boot-Stützpunkt).
Ab 1945
00.03.1945FRIESENLAND wird im Marinedock in Bogen eingedockt und der Bug durch einige Profilleisten mit dem Schiff fester verbunden; außerdem wurde der Fockmast entfernt um den Bug zu entlasten. Als Werkstattschiff in Drontheim stationiert.
09.05.1945Bei Kriegsende in Drontheim
00.04.1946Brit. Beute, geplant als Mutterschiff für Flugboote der RAF. Engländer schleppen es nach Wilhelmshaven wo der der Bug abgetrennt wurde und durch einen behelfsmäßigen stumpfen Bug ersetzt wurde.
00.09.1946FRIESENLAND verlegt von Wilhelmshaven nach Roosyth im Firth of Forth.
00.11.1946verlegung nach Burnt Island / England.
19.03.1947Offizielle Übergabe an die RAF.
07.08.1947aufgelegt in Brunt Island.
00.12.1949verkauf an die Reederei ALVA S.S. co. In London. Anschließend nach Hamburg überführt und dort zum Kühl-Fruchtschiff mit Passagierkabinen umgebaut.
00.00.1950Unter der Reederei ALVA S.S. Corp. Panama als M/B FAIRSKY in Dienst.
1952 - 1958verkauf an die ital. Reederei SITMAR (Societa Trasporti Marittimi SpA), in Fahrt als CASTEL NEVOSO.
1967 - 1968außer Dienst, aufgelegt in Italien.
1968 - 1969verkauf an die Reederei Argentina Reefer S.S. Corp., Panama , in Fahrt als ARGENTINA REEFER.
17.06.1969verkauf an die Shipbreaking Industries Ltd., Faslane / England, anschließend nach 32 Dienstjahren abgewrackt.