K 11 - "KRISCHAN"

Zeitgenössische Postkarte der KRISCHAN

Schiffsdaten
Schiffstyp:Flugsicherungsschiff Klasse I
Bauwerft:Norderwerft Köser & Meyer, Hamburg
Auftragserteilung:Herbst 1933
Baujahr:1934
Baunummer:675
Stapellauf:10.03.1934
Indienststellung:23.03.1934
Schiffsmaße
Länge u.a.:38,15 m
Breite:6,70 m
Tiefgang:2,50 m
Seitenhöhe:2,99 m
Verdrängung:153 BRT
Antrieb
Maschine:2x Deutz 6 zyl., 4 takt DM
Propeller:2
Leistung:800 PSe
Vmax:15,0 kn (~ 28 km/h)
Seeausdauer:1500 sm / 15 kn bei 15 t Öl
Sonstiges:
Besatzung:2 Offz. / 17 Mann.
Verwendung:Flugsicherungsschiff A
Abstellkapazität:1 Flugzeug
Ausrüstung:2 Ladebäume je 4 t
1 Slipbahn mit 2 Rollbänder
Bewaffnung:1x Flak MG 13
intern. Rufzeichen:DVAC
Versenkt am:07. Januar 1945
Schiffsnamen:Flagge:Eigner:
KRISCHANDRDeutsche Verkehrsfliegerschule
KRISCHAN I DR1934 - Reichsluftfahrtministerium
KRISCHANDR1936 - Reichsluftfahrtministerium

 

Lebenslauf:
Datum:Ereignis:
1933
Herbst 1933Im Rahmen der Arbeitsbeschaffungsprogramms der neuen Regierung wurde der Auftrag für ein Flugsicherungsschiff an die Norderwerft AG, Hamburg vergeben
1933Baubeginn auf der Bauwerft: Norderwerft, Köser & Meyer, Hamburg. Baunummer: 675, Auftraggeber: Verkehrsfliegerschule in Sylt
1934
10.03.Stapellauf als KRISCHAN
20.03.Unbenannt in KRISCHAN I
23.03.Abgeliefert und in Fahrt als KRISCHAN I der deutschen Verkehrsfliegerschule in List / Sylt.
01.07.An Luftkreiskommando VI (See) als Flugsicherungsschiff A - KRISCHAN I
1936
13.08.Unbenannt in Flugsicherungsschiff A - KRISCHAN
1937
01.07.Stationiert: Seenotbezirksstelle (L) Bug auf Rügen
1938
00.08.Stationiert: Seefliegerhorstkdtr. Dievenow.
1939
00.03.Stationiert: Seenotbezirksstelle (L) Nest.
30.08.Stationiert: Kolberg.
14.11.09:00 h – Meldung: KRISCHAN zur Überholung in Werft.
1940
12.03.Zugeteilt : Flugsicherungsschiff KRISCHAN z.Zt. Hamburg der Seefliegerhorstkdtr. Borkum für den Seenotbezirk (Luft) Norderney.
19.03.Von BO Station Cuxhaven: Nach Auslaufen um 07:40 h wieder Einlaufen um 08:05 h wegen Maschinenschaden. Von Kapt. Graumann KRISCHAN: Ölpumpe arbeitet nicht mehr. Alles veranlasst mit Luftzeuggruppe und Bauaufsicht Norderwerft. Schaden wird schnellstmöglich behoben.
21.03.16:00 h - Flugsicherungsschiff KRISCHAN hat Reparatur beendet und ist nach Borkum ausgelaufen.
23.03.KRISCHAN wieder voll einsatzbereit in Borkum.
24.03.KRISCHAN hat Normalbereitschaft.
31.03.KRISCHAN hat Sofortbereitschaft in Oster-Ems.
01.04.An Norderney für K : Sofort Auslaufen nach Sylt über Helgoland.
02.04.KRISCHAN einlaufen Borkum. ( Muß zurückgeholt werden, da er nur Signalmittel bis einschl. heute hat ).
03.04.An Seenotbezirksstelle Norderny für Flugsicherungsschiff KRISCHAN: gehen Sie sofort nach Qu 6961 in Wartestellung. Bleiben Sie östlich der linken Kante, Mitte liegende Blinktonne. Anschließend einlaufen in Helgoland.
06.04.12:15 h - auf Position Oster-Ems.
08.04.09:15 h - M.M.S. Borkum auslaufend passiert. F.T. von KRISCHAN - 12:10 h / 43 : Halte mich wegen Nebel in Nähe roter Tonne Qu. 6998 auf.
11.04.Ausrüstung der Flugsicherungsschiffe mit 2 cm Flak: KRISCHAN nur MG 13, kann 2 cm Flak nicht tragen.
12.04.08:35 h - aus Emden auslaufen. 12:03 h - M.M.S. Emden passiert, später in Borkum festgemacht, Sofortbereitschaft.
06.05.An Lt. Voigt, Norderney wird auf seine Anfrage Genehmgung erteilt, das KRISCHAN morgen früh zwischen 04:00 h und 09:00 h zum Transport zwischen Borkum und Ney zur Verfügung steht. Lotse muß an Bord sein.
09.05.23:30 h - Flugsicherungsschiff KRISCHAN Westerems Süd aufnehmen, der Wartestellung auf eins Sophie einnimmt.
An Ney – Hptm. Thewald für KRISCHAN: 23:30 h bei Westerems Süd mit V – Boot 801 treffen.
23.09.Aufstellung Bojenkommando Kanalküste. Für Auslegung Bojen (Seenotdienst) im Kanal wird von der Marine der Tonnenleger WIK und von der Luftwaffe Flugsicherungsschiff KRISCHAN gestellt. KRISCHAN sofort vorbereiten für Verlegung nach Calais bzw. Boulogne, Inmarschsetzungebefehl folgt.
25.09.Flugsicherungsschiff KRISCHAN ist beschleunigt nach Boulogne zu verlegen zur Verfügung Seenotzentrale Hallond-Kanalküste. KRISCHAN ist in erster Linie für Hilfeleistung beim Auslegen der Rettungsbojen GL bestimmt.
03.11.Stationiert in Calais beim Seenotbojenkommando C.
1941
26.06.24.00 h - Flugsicherungsschiff KRISCHAN in Fecamp eingelaufen.
02.07.Flugsicherungsschiff KRISCHAN zur Grundüberholung in Fecamp eingetroffen. Dauer 4-5 Wochen.
02.08.KRISCHAN verlegt von Fécamp nach Holtenau.
15.08.14.30 h - Flugsicherungsschiff KRISCHAN von Fecamp ausgelaufen, schließt sich nach Osten passierenden Geleit an.
20.08.10:00 h - KRISCHAN mit VP 1810, R 165 und Schlepper TRITON ausgelaufen von Boulogne.
30.08.Flugsicherungsschiff KRISCHAN verbleibt bis auf weiteres in Holtenau.
1942
23.01.Flugsicherungsschiff KRISCHAN bei Seenoteinsatz durch Eisschäden am Porpeller unklar, vorraussichtliche Dauer wegen fehlender Dockgelegenheit unbestimmt.
10.07.Da Werftliegezeit für GUNTHER PLÜSCHOW nach mehrmaligen hinausschieben jetzt unbedingt durchgeführt werden muss, wird vorgeschlagen, Flugsicherungsschiff KRISCHAN, das heute Reparatur beendet hat, gegen PLÜSCHOW auszutauschen.
24.08.Fernschreiben von Kadoschub :
Torpedowaffenplatz Hexengrund werden benötigt: 1 kleines Flugsicherungsschiff, 1 Torpedofangboot, 4 Arbeitsboote. Es wird vorgeschlagen zuzuweisen: KRISCHAN (Holtenau), FL.T 27 (noch nicht einsatzbereit), Schlepper PUMA (Kadoschub Kiel), FL.D 117 (LZA Travemünde, eingelagert), Barkasse MARLEN (Bug), 1 FL.C. -VIII-Boot oder FL.C.-IX-Boot. Von einer bestimmten Dienststelle, die als Ersatz FL.D 103 bekommt. Es wird um Genehmignung gebeten, damit Inmarschsetzung umgehend erfolgen kann.
Antwort:
Mit Vorschlag einverstanden. Gemäß Forderung L.In.16 muß für KRISCHAN ein FL.B.-Boot nach Kiel verlegt werden.
1943
06.08.Flugsicherungschiff KRISCHAN und 5 weitere Seenotrettungsschiffe, wahrscheinlich u.a. FL.B 305 und FL.B 310 waren funkmäßig im Kontakt mit Bug um 18:00 h. Desgleichen auch am 07.08.
1944
1945
07.01.1945Bei einem britischen Bombenangriff auf Kiel wurde das Schiff zusammen mit BERNHARD von TSCHIRSCHKY durch Fliegerbomben versenkt..
20.03.1945Reste des Schiffes wurden durch eine Hamburger Bergungsfirma gehoben.

Sources: Literatur: Gröner, "Die deutschen Kriegsschiffe 1815 - 1945", Band 7 ; Schiffe und Boote der Deutschen Seeflieger 1912 - 1976 ;
Dokumente: KTB (Kriegstagebuch) des General der Luftwaffe beim Oberbefehlshaber der Kriegsmarine / Oberquartiermeister ; diverse Fotobelege ;
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Website: Forum-Marinearchiv.de